Feldpost Rudolf Kisker, 13.8.1914

Seny. 13./8.

L[iebe] Eltern.

Wir ziehen wartend und vorbereitend durch die Landschaft. Kommisbrodt [Kommissbrot] und Wurst ist unsere Hauptnahrung. Gestern hatten wir sogar warmes Essen, und eine Matratze als Nachtlager. Wein gibt es in Hülle und Fülle. Heute wieder Rast im Biwak. Ein grosser engl. Park muss seine schönen Rasenflächen lassen. Möge der Krieg unser Land verschonen. Man sieht und erlebt Bilder die man nicht vergisst. Uns geht es ja bei knapper Kost immer noch sehr gut. Die Einwohner aber müssen alles hergeben die Brunnen geben kein Wasser mehr u. Brodt ist nicht für Geld zu haben. Ich habe mein Koppel bisher noch nicht enger schnallen brauchen. Die Nachrichten aus dem Elsass haben uns erfreut. Wir werden hoffentlich bald gleiches oder Besseres erleben.

Herzl. Rudolf.

Abs: K.R. 4 9. K. Div. Kriegsschauplatz

Signatur: Privatarchiv Familie Kisker, Nr. 189: Feldpostkarte mit Poststempel 9. Kavalleriedivision, 13.8.

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