Brotbuch des Landkreises Bielefeld, 1915

brotbuchLebensmittel wurden streng rationiert, zum Bezug von Zucker, Fett und anderen Nahrungsmitteln gab die Verwaltung Lebensmittelmarken heraus, die zum Bezug einer bestimmen Menge dieser Nahrungsmittel berechtigten. Besonders groß war die Not in den Städten. Der Militärführung war vorallem die Versorgung der kriegswichtigen Schwer- und Schwerstarbeiter in der Munitionsindustrie wichtig, die Bauern sahen jedoch häufig nicht die Veranlassung, freiwillig den Großteil ihrer Vorräte unter Marktpreis abzugeben. Die Abbildung zeigt ein Brotbuch aus Bielefeld.

Transkription

Landkreis Bielefeld. 6 Brotbuch Nr. __ Nicht übertragbar!
Gültig vom 14.6.1915 bis 11.7.1915 für 6 Personen
Bei Ausgabe des nächsten Brotbuches an den Tagen vom 5. bis 10.7.1915 muß dies Brotbuch mitgebracht werden. Bei Bezug von Brot oder Mehl müssen die Marken vom Verkäufer aus dem Buch abgetrennt werden.
Abgabe von Brot oder Mehl gegen lose Scheine ist verboten.
Nicht verlieren!
Die Verteilungsstelle ist nicht verpflichtet, für verlorene Brotbücher neue auszugeben.
Nachahmung von Brotbüchern wird streng bestraft.

Signatur: Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bielefeld (LkA EKvW) Bestand 4.71, Nr. 19

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s