Aus dem Tagebuch von Hedwig Stegemann, Herford, 25.8.1915

Heute war ich mit Mutter und Frau Teichs in Salzuflen. Leider war Nachmittags 50 [Pfennig] Aufschlag, weshalb wir erst um sechs Uhr in den Kurpark gingen. Ich traf gleich Anna mit L. Steinmeyer und H. Keil. Beide und der verl[orene] Sohn saßen auf der Terrasse. Als sich Mutter und Frau Teichs daneben gesetzt hatten, wurde ich plötzlich so müde, daß ich unbedingt an den Tisch gehen musste.

Erst konnte ich E. nur von der linken Seite sehen, als die beiden auf dem L. waren, setzte ich mich herum, nachher setzte sich Bubi ebenfalls anders hin, da saßen wir uns gerade gegenüber. War das schön!!! – – – –

M. lehnte sich immer ganz zurück, um auch ja unsere Unterhaltung zu hören. Abends haben wir uns über E. seinen kleinen Bruder beinahe totgelacht, der musst uns nämlich beobachten. Auf dem Bahnhof hat er gehört, wie wir uns über Bubi’s Reitgerte erzählt haben.

Quelle: Das Tagebuch der Hedwig Stegemann aus Herford im Ersten Weltkrieg (1.1.1914-10.5.1918)

Signatur: Kommunalarchiv Herford, Stadtarchiv Herford, Slg. E 521 (Transkription C. Laue)

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