Aus dem Kriegstagebuch von Pfarrer Hartmann (Rödinghausen), 1.5.1916

Die „Sommerzeit“ beginnt mit einem strahlenden Maitag. Der Roggen steht dicht vor den Ähren, vereinzelt werden sie schon da sein. Am Hause blüht die Glycinie; der Weinstock treibt Blätter. Am Nachmittage arbeiten wir bis zur Erschöpfung im Garten. Das Land ist so steif. Und man kann ja keine Arbeitskräfte mehr haben. Heute Nacht rücken wieder eine Anzahl aus z.B. der Postbote Wübker. Auch der Sohn des verstorb[enen] Postboten Krämer muß eintreten! Im Anschlag-Kasten warnt der Ehrenamtmann vor Verkehr mit Kriegsgefangenen zur Vermeidung strenger Bestrafung.

Aus dem Kriegstagebuch von Pfarrer Ernst Hartmann, Kirchengemeinde Rödinghausen, S. 86/01.05.1916

Signatur: LkA EKvW Best. 4.31 Abt. B HS 2 (Quelle); LkA EKvW W 15193 (Transkription)

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