Das Kirchengebet entsprechend den veränderten politischen Verhältnissen gestalten, November 1918

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Rundschreiben des Fürstlich Lippischen Konsistoriums

Fürstlich Lippisches Konsistorium

Detmold, den 12. November 1918      Eingeg[angen:] 16.11.18

Nr. 2975

Detmold, den 12. November 1918

Nachdem, wie den Herren anderweitig bekannt geworden sein wird, seine Majestät der Kaiser und seine Hochfürstliche Durchlaucht der Fürst dem Throne entsagt haben, ersuchen wir bis auf weiteres, das allgemeine Kirchengebet den veränderten politischen Verhältnissen entsprechend zu gestalten.

Pustkuchen

An
die Herren reformierten
und lutherischen Pfarrer

Signatur: Archiv der ev.-ref. Kirchengemeinde St. Johann Lemgo, Nr. 115

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Ein Ostergruß den Soldaten der Gemeinde Lüdenhausen, 1917

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Konfirmationsansprache

Palmarum 1917

Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Gemeinde!
Zum dritten Male feiern wir mitten im furchtbaren Weltkriege den Tag der Konfirmation, Euren Ehrentag, liebe Kinder. – War dieser Tag schon sonst immer auf den Ton tiefsten Ernstes und heißen Dankes gestimmt, heute noch viel mehr, denn gewaltig rollt Gottes Stimme im Donner der Schlachten, im Untergang ganzer Völker, im Sterben der Einzelmenschen. Der Altar, vor dem ich stehe, legt Zeugnis für den Ernst der Zeiten ab, redet aber auch von unvergänglicher Liebe, von der Liebe, im Vergleich zu der unser Heiland keine größere kennt. Wußten sonst Väter und Brüder für Kinder und Geschwister zu arbeiten, Dein Vater, Marie, fiel für Dich, Eure Brüder starben für Euch, Lina, Fritz, und zu kämpfen, Gefahr und Not zu trotzen für Euch, für uns, über 300 unserer Gemeinde können’s. – Wir gedenken ihrer in dieser Feierstunde, wir verdanken sie ihrer Todestreue, ihrem Kampfesmut. Blut, rotes Edelblut, half dieser Stunde kommen, blankes Schwert schützt sie, Gottes Segenshand liegt auf Euch. Er bleibe bei uns immerdar, Er sei heute in unserer Mitte und schenke Euch und uns die rechte Andacht, ein tiefes Herz, offene Ohren!

Quelle: Heimatgrüße der Kirchengemeinde Lüdenhausen, Ostern 1917

Signatur: Landeskirchliches Archiv Detmold, Archiv der Kirchengemeinde Lüdenhausen

Tabea. Mitteilungen aus dem Diakonissenhause in Detmold, Januar 1917

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Tabea
Mitteilungen aus dem Diakonissenhause in Detmold (PDF-Download)
No. 1, Januar 1917

Aus Feldbriefen unserer Schwester

Eine Schwester schreibt von der Westfront:
Ich könnte Ihnen sehr viel Interessantes erzählen, aber ich darf und will nichts ausplaudern, nur wünschen, daß Gott ein glückliches Gelingen gibt zu all den Plänen, nach denen hier gearbeitet wird. Und mag der Wall, den deutsche Männer erneut befestigen zum Schutze der Heimat ein Prellblock werden, an dem unsere Gegner zerschellen. Wir werden im kommenden Frühjahr vielleicht noch Furchtbareres erleben als im vergangenen Sommer , da die furchtbare Sommeschlacht tobte, aber, nachdem unsere Gegner die dargereichte Friedenshand unseres Kaisers so verächtlich zurückgewiesen haben, sagt man sich, daß es eben nicht anders sein kann, wenn wir jetzt die allerschärfsten Maßregeln ergreifen, um den Krieg weiterzuführen und dann, wills Gott, den Feind zum Frieden zwingen. Wie denkt man in der Heimat jetzt, nachdem keine Hoffnungen auf baldigen Frieden mehr bestehen? Hoffentlich herrscht dort wie hier dieselbe Entschlossenheit und der Wille zum Durchhalten.

Unser östlicher Schwesterntrupp wurde an die mazedonische Front versetzt. Den Briefen der Schwestern entnehmen wir:

Belgrad: — Ehe es wieder weiter geht, will ich Ihnen herzliche Grüße senden, die ersten vom serbischen Boden. Unser Abkommando nach Uesküb kam ein bisschen plötzlich. Mittags um 12 Uhr erfuhren wir es und um 3 Uhr mußte sämtliches Gepäck fertig sein, um 5 Uhr fuhren wir bereits selbst. Es tat uns doch leid, uns von all denen zu trennen, mit denen wir fast zwei Jahre zusammen gewesen waren. Der Trennungsschmerz ist allerdings all den neuen Eindrücken gegenüber schon fast verschwunden. Unsere vorgeschriebene Reiseroute ging über Berlin, Dresden, Wien. In Berlin mußten wir einen 1 tägigen Aufenthalt nehmen. Dort haben wir deutsche Kost in vollen Zügen genossen und auch die Wohltat eines guten Bettes. In Dresden, wo wir einen mehrstündigen Aufenthalt hatten, nahmen wir die Gelegenheit wahr, einen Abstecher in die Stadt zu machen. Wir besichtigten das königliche Schloß, die Hofkirche und das Georgstor, allerdings nur von außen, mehr Zeit blieb und nicht. Den schönsten Teil Sachsens und den oberen Teil von Oesterreich durchfuhren wir leider bei Nacht, unsere Augen, die die Dunkelheit durchdringen suchten, konnten leider nur die Umrisse wahrnehmen. Am Montag morgen waren wir in Wien, von der Stadt selbst konnten wir nichts sehen, weil sehr nebliges Wetter war. Eine kleine Katzenwäsche an der dortigen Bahnhofspumpe zu halten, soviel Zeit blieb uns gerade. Im Wagen selbst war kein Wasser vorhanden und somit waren wir genötigt, an der Pumpe die kleine Reinigung vorzunehmen, mit den Feldgrauen, die mir uns fuhren, um die Wette. Dann ging es weiter, kurz vor Budapest passierten wir die Stelle, wo sich vor Tagen ein Eisenbahnunglück zutrug. Es war nicht möglich gewesen, alles zu beseitigen, vollständig zertrümmerte Eisenbahnwagen lagen auf dem Gleise, die furchtbar mitgenommene Maschine war aufrecht stehen geblieben, auf einer Wiese lagen Fensterscheiben, Gepäckstücke und dergl[eichen] mehr. Auf der Rampe des Güterschuppens waren die Leichen aufgebahrt, deren Personalien noch nicht festgestellt waren. Ein Bild des Grauens. – Um 4 Uhr waren wir in Budapest, einer hübschgelegenen Stadt, dort wurde von einem Oesterreicher die Gründliche Reinigung unserer Abteile vorgenommen, die allerdings recht nötig war.

[…]

Sehr interessant und anziehend ist für uns das Türkenviertel. Man entdeckt dort immer wieder was Anderes und Neues. Vor einigen Tagen haben wir einem Harem einen Besuch abgestattet. An den eng vergitterten Fenstern, durch die kein Auge hindurchdringen kann, erkennt man schon von außen die Frauenhäuser und im Türkenviertel gibt es viel solcher. Wir klopften an die Tür eines solchen Hauses und unser Versuch gelang. Die Tür wurde vorsichtig geöffnet und ein Mädchenkopf lugte durch den Spalt, im nächsten Augenblick war er auch schon wieder verschwunden und die Tür flog zu. Gerade wollten wir weiter ziehen, als die Tür sich wieder öffnete und eine ältere Frau uns durch Zeichen höflich aufforderte, einzutreten. Ueber einen hübschen Flur wurden wir in ein Zimmer geführt, wahrscheinlich das Wohnzimmerder Familie, in welchem die Frauen und einige Kinder des Hauses auf dem Fußboden um ein kupfernes Kohlenbrocken hockten. Rings an den Wänden standen hohe und niedrige Tiwane. Eine blitzende Sauberkeit, die ich hier unten niemals gesucht hätte, strahlte uns aus allen Ecken entgegen. Nach Türkensitte wurden uns gleich einige Plätze auf dem Fußboden um das Kohlenbecken eingeräumt, wohl oder über mußten wir uns auf dem Fußboden niederlassen. Sehr leid tat es uns um die schönen Teppiche, die durch unsere sehr unsauberen Stiefel beschmutzt wurden. (Die Türken tragen im Hause nie Schuhe, die für draußen bestimmt sind.) Kaum hatten wir uns niedergelassen, als die jüngste der Frauen eiligst verschwand, um bald darauf mit einem zierlichen Tablett zu erscheinen. Einer jeden von uns wurde ein Glas Wasser gereicht, ein niedliches Schälchen und dazu echter Bienenhonig. Wir glaubten nun der Sitte gemäß zu handeln, indem wir etwas Honig zu dem Wasser taten und ihn darin aufzulösen versuchten, es gelang uns aber nicht. Auch sahen wir, daß die Frauen mit ziemlich erstaunten Gesichtern unser Tun verfolgten. Eine von ihnen kam auf den schlauen Gedanken, es uns vorzumachen, und da sahen wir, wie es gemacht wurde. Sie nahm mit dem Löffelchen etwas Honig, aß ihn und spülte danach den Löffel im Glase.

[…]

Signatur: Landeskirchliches Archiv Detmold, Archiv der Kirchengemeinde Lüdenhausen

Transkription: Kristina Ruppel, Landeskirchliches Archiv Detmold

Heimatgrüße der Kirchengemeinde Lüdenhausen, Pfingsten 1916

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„Schütz Dich Gott!“ Heimatgrüße für die Soldaten der Gemeinde Lüdenhausen in Lippe, Pfingsten 1916 (Ausschnitt)

Eine dringende und herzliche Bitte:
Heinrich Hägers Tod wirkte um so niederschmetternder, weil der Brief ohne jede Vorbereitung in Frau Hägers Hand fiel. Ich bitte Euch alle inständig, dafür zu sorgen, daß mir sofort und mir allein die Nachricht zukommt, falls euch etwas zustößt. Für mich ist das wohl eine schwere Last, doch will ich sie gern für Euch tragen. Auch noch aus einem anderen Grunde: seht, weiß die Gemeinde, daß ich sofort aus dem Felde benachrichtigt werde, so kann kein törichtes Gerede aufkommen, die Ruhe und Sicherheit wird bewahrt, und die haben wir nötig. Denkt daran und handelt danach.

Download der Ausgabe Pfingsten 1916

Signatur: Landeskirchliches Archiv Detmold, Archiv der Kirchengemeinde Lüdenhausen

Heimatgrüße aus Lüdenhausen zu „Kaisersgeburtstag“ 1916

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Schütz Dich Gott! Heimatgrüße für die Soldaten der Gemeinde Lüdenhausen (Lippe), Nummer 5 [1916], Kaisersgeburtstag

Am 27. Januar 1916 feierte der deutsche Kaiser Wilhelm II. seinen 57. Geburtstag. Diese Ausgabe der „Heimatgrüße“ (Download als PDF-Datei) aus Lüdenhausen ist daher dem Kaiser gewidmet und endet mit einem Gedicht auf ihn: „Zum 27. Januar 1916“. Dessen letzte Strophe lautet:

Schwere Last, die kaum zu tragen,
Trägt der Kaiser früh und spät.
Herr, aus Nächsten laß es tagen,
Sprich, daß Wetternacht vergeht!
Brich des Krieges schwere Sorgen,
Laß des deutschen Friedens Morgen,
Deine Huld, dein Angesicht,
Uns bestrahlen froh und licht!
Friedensglanz auf Kaisers Thron
Senke, Vater, Geist und Sohn!

Signatur: Landeskirchliches Archiv Detmold, Archiv der Kirchengemeinde Lüdenhausen

Zweite Feld-Weihnacht 1915

Feldpostkarte „Zweite Feld-Weihnacht 1915“. Vermutlich gesendet an Pfarrer August Lohmeyer (1865-1950), der von 1907 bis 1931 die 2. Pfarrstelle der reformierten Stadtgemeinde Detmold (heute Detmold-West II) inne hatte.

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Das Christuskind, Engel und der Nikolaus lassen Plätzchen zu den ermatteten Soldaten in den Schützengraben regnen.

Die bayerische Kartenfelddruckerei widmete diese Feldpostkarte rückseitig den „Kameraden der 6. Armee“. Das Wappenschild zeigt den bayerischen Löwen – ergänzt um Pickelhaube und Dolch. Die größtenteils aus bayerischen Truppen zusammengestellte 6. Armee war an der Westfront eingesetzt. Ihr Hauptquartier befand sich seit dem 8. November 1914 in Lille und ab dem 29. Februar 1916 in Douai. Zu Weihnachten 1915 waren Generaloberst Kronprinz Rupprecht von Bayern (1869-1955), der letzte bayerische Kronprinz, ihr Oberbefehlshaber und Generalleutnant Hermann von Kuhl (1856-1958) ihr Stabschef.

Die Illustration stammt von Hermann Vogel, der u.a. auch eine weitere Feldpostkarte im Jahr 1916 für die 6. Armee gestaltet hat.

Quelle: Archiv der Lippischen Landeskirche, Sammlung August Lohmeyer (Unverzeichnet)

Soldaten im Schützengraben an der Westfront, 1915

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Feldpostkarte an den Pfarrer Wilhelm Butterweck in Schötmar, 1915 (Archiv der Lippischen Landeskirche)

Soldaten im Schützengraben an der Westfront: Feldpostkarte an den Pfarrer Wilhelm Butterweck in Schötmar, 1915 (Archiv der Lippischen Landeskirche).

Der Erste Weltkrieg ist mit rund 17 Millionen Toten und 40 beteiligten Staaten der bis dahin umfassendste Krieg der Geschichte. Auf der ganzen Welt gibt es im Laufe des Jahres unzählige Gedenkveranstaltungen. Die Historikerin Dr. Lena Krull von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat in Lippe nach Spuren gesucht und dabei auch die Rolle der evangelischen Kirche in den Blick genommen.

Welche Rolle spielte die Lippische Landeskirche im Ersten Weltkrieg?
Krull: „Besonders für die Pfarrer vor Ort bedeutete der Krieg eine Ausweitung ihrer Aufgaben. Sie waren dafür zuständig, die Soldaten an der Front und die Familien in Lippe als Seelsorger zu betreuen. Viele Predigten beschäftigten sich mit dem Krieg und versuchten, ihn theologisch zu erklären. Für die Gefallenen gab es Trauerfeiern in der Heimat. Zudem waren die Pfarrer karitativ tätig, sammelten für das Rote Kreuz oder organisierten den Versand sog. „Liebesgaben“. Folgt man dem Lüdenhausener Pfarrer Paul Ruperti, so war die schwerste Aufgabe aber der Besuch lippischer Familien, denen die Pfarrer oftmals den Tod ihrer Angehörigen im Feld mitteilen mussten.“

Gab es in den lippischen Gemeinden nur Kriegsbegeisterung oder gab es auch so etwas wie eine kritische Haltung?
Krull: „Die evangelische Kirche in Deutschland unterstützte den Krieg in weiten Teilen, das gilt auch für Lippe. Zu berücksichtigen ist dabei aber auch, dass die Kirche nur bedingt eine andere Haltung annehmen konnte: Vor 1918 waren die evangelischen Landeskirchen direkt vom Staat abhängig, Fürst Leopold IV. zur Lippe war gleichzeitig das Oberhaupt der Landeskirche. Die Zeitgenossen hatten zu Kriegsbeginn oft den Eindruck, dass sich die Menschen wieder verstärkt der Religion und der Kirche zuwenden würden. Dieses Phänomen ist auch in Lippe feststellbar. Einzelne Kriegskritiker sind aber sicherlich ebenfalls zu finden.“

Hatten lippische Gemeindepfarrer Kontakt zu Soldaten aus ihren Gemeinden, die in den Krieg mussten?
Krull: „Ja, auf jeden Fall. Die Soldaten erhielten Kirchenblätter und „Feldbriefe“, in denen die Pfarrer sie über die Ereignisse in der Gemeinde informierten und Ihnen Trost zusprachen. Gleichzeitig waren sie eine wichtige Anlaufstelle für die Soldaten, die ihnen aus dem Feld Briefe und Karten schrieben. Der Schötmaraner Pfarrer Wilhelm Butterweck beispielsweise hat mehrere hundert dieser Postkarten aufgehoben, die jetzt im Archiv der Landeskirche zu finden sind. Drei lippische Pfarrer – Karl Dassel, Eduard Theopold und Karl Müller – waren sogar als Feldseelsorger selbst an der Front.“

War in Lippe etwas anders als im Rest des Deutschen Reichs?
Krull: „Im Deutschen Kaiserreich war das Fürstentum Lippe ein Kleinstaat neben einem überaus mächtigen Nachbarn: dem Königreich Preußen. Die lippischen Soldaten zogen mit der preußischen Armee in den Krieg, und die Landeskirche orientierte sich bisweilen an der Evangelischen Kirche des Königreichs. Richtiggehende Unterschiede in der Haltung zum Ersten Weltkrieg sind deswegen kaum festzustellen.“

Im Jahr 2017 wird die Evangelische Kirche in Deutschland 500 Jahre Reformation feiern. Wie wurde 1917 in lippischen Gemeinden das Reformationsjubiläum begangen?
Krull: „Das Reformationsjubiläum von 1917 fiel in eine Phase des Kriegs, in der die anfängliche Begeisterung in der Bevölkerung längst nachgelassen hatte. Hunger und Mangel kennzeichneten das Leben. Eine groß angelegte deutschlandweite Feier wurde deswegen abgesagt. In Lippe gedachte man des Thesenanschlags Martin Luthers vom 31. Oktober 1517 mit Gottesdiensten. Für die Schulen gab es eigene Feiern. In Lemgo gab es noch einen Festzug der Schüler durch die Stadt. Hinzu kamen Theateraufführungen, Vorträge und eine Vielzahl von Publikationen, wobei letztere besonders die Person Martin Luthers überhöhten. Die Fokussierung auf Luther war für die reformierten Gemeinden der Landeskirche kein Problem, man orientierte sich auch hier meist an Preußen. Der Unterschied zwischen reformierten und lutherischen Gemeinden spielte keine Rolle (mehr). Das war übrigens 1817 noch ganz anders gewesen, als eine besondere Feier erst auf Bitten lutherischer Lipper von Fürstin Pauline gestattet wurde.“

12.05.2014 Birgit Brokmeier
Quelle: http://www.lippische-landeskirche.de/side.php?news_id=4544&part_id=1&navi=1

Quellen zum Ersten Weltkrieg im Landeskirchlichen Archiv Detmold

I. Best. Konsistorialregistratur
1. Rundschreiben des Konsistoriums hinsichtlich zu treffender Maßnahmen zur Linderung der Not der Bevölkerung und der Soldaten an der Front
2. Akten über die „besondere Betätigung der Lippischen Landeskirche aus Anlass des Krieges“ 1914-1918 mit Reaktionen des Konsistoriums auf staatliche Anordnungen zur Linderung der Kriegsnot und deren Umsetzung in den Gemeinden. Themen bilden u.a. die Bekämpfung des Hungers, die Rationierung der Futtermittel, soziale Kriegshilfe, Hinterbliebenenversorgung, Kriegspatenschaften, der Einsatz des Frauendienstes sowie die Versorgung Verletzter auch in der unmittelbaren Nachkriegszeit (3 Bde.).

II. Kirchengemeindearchive
1. Feldpostbriefe an die Pfarrer der ev.-ref. Kirchengemeinden Falkenhagen, Detmold und Schötmar
2. generell Kirchenvorstandsprotokolle betr. Unterstützung der Soldaten im Felde durch Gemeinde und Pfarrer
3. Gedenkgottesdienste und Gebete

III. Nachlässe
1. Wilhelm Butterweck, Pfarrer u. a. in Schötmar 1908-1939: Kriegstagebuch 1914-1916
2. Sammlung Otto v. Reden: Lebenserinnerungen