Veranstaltungshinweise aus OWL zum Ersten Weltkrieg

vvv32Ausstellung:

Verliebt, verlobt, vermisst… Eine Geschichte im Ersten Weltkrieg
Historisches Museum Bielefeld, Forum in der Dauerausstellung
7. Oktober bis 22. November 2015

Der Erste Weltkrieg 1914-1918 gilt als erster industrialisierter Krieg. Neue Waffen wie Panzer, Flugzeuge oder Giftgas machten das massenhafte Töten anonym. Hinter dem Grauen des Kriegs standen aber zahllose Einzelschicksale.

Zusammen mit dem Privatsammler Peter Salchow präsentiert das Historische Museum Bielefeld die Liebesgeschichte zwischen dem Bielefelder Offiziers-Stellvertreter Martin Bohle und seiner Verlobten Frieda Mohrmann. Während er in Frankreich an der Front steht, stellt die Feldpost die einzige Verbindung zwischen den beiden dar. Doch eines Tages kommt ein Brief Friedas mit dem Stempel „Zurück! Vermisst!“ an die Absenderin zurück…

Neben Beispielen aus dem Briefwechsel, Fotos und Dokumenten zeigt die Ausstellung auch Ausrüstungsgegenstände und militärische Auszeichnungen Martin Bohles. Ansichtskarten aus der Sammlung Salchow und verschiedene Exponate, die einen Eindruck von der „Heimatfront“ im Ersten Weltkrieg vermitteln, runden die Präsentation ab. Und die Geschichte von Martin Bohle und Frieda Mohrmann fand übrigens ein Happy End…

Termine:

Donnerstag, 4.11.2015, 19.00 Uhr
Vortrag Dr. Humburg zum Thema „Soldatenheime“

Sonntag, 15.11.2015, 15.00 Uhr
„Mir geht es noch gut“  Lesung aus Feldpostbriefen Erster Weltkrieg mit Kurzführung durch Dr. Gerd Renda und Peter Salchow

Sonntag, 22.11.2015, 11.30 Uhr
Führung durch die Ausstellung durch Peter Salchow


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Neuerscheinung:

Arnold Beuke: Wi moaket mobil! Das Osnabrücker Land im Ersten Weltkrieg, Bielefeld 2015

»Wi moaket mobil!«, das verkündete am 1. August 1914 der Gemeindebote in der Bauerschaft Rüsfort nahe Gehrde – und so oder ähnlich erfuhren die Menschen im Osnabrücker Land vom Beginn einer Zeitenwende. Ein Krieg begann, aus dem zahlreiche Männer verwundet, traumatisiert oder gar nicht mehr zurückkehrten. Er änderte auch die Lebensbedingungen in der Heimat. Ernährung und Brennstoffe wurden knapp, die Frauen übernahmen auf den Höfen und in den Betrieben die Männerarbeit, fremde Kriegsgefangene lebten in Lagern, Kinder und Jugendliche wurden zu Sammlungen von Spenden und Rohstoffen herangezogen.

Weltgeschichte als regionales Ereignis lebendig erzählt: Anhand vieler Originalquellen schildert das reich illustrierte Buch die Auswirkung des Ersten Weltkriegs auf die ländliche Welt zwischen Artland und Teutoburger Wald.

Info:
Arnold Beuke
Wi moaket mobil! Das Osnabrücker Land im Ersten Weltkrieg
(Schriften zur Kulturgeschichte des Osnabrücker Landes 20)
Bielefeld 2015
ISBN 978-3-7395-1020-0
Gb. 24 x 17 cm. 208 S. 162 sw. Abb. 42 farb. Abb., 19,00 €


DVD:

An der „Heimatfront“. Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieglwldvd

Der Erste Weltkrieg, dessen Beginn sich 2014 zum hundertsten Mal jährt, gilt heute als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (George F. Kennan). Zu den umwälzenden Neuerungen, die ihn von früheren Waffengängen unterschieden, gehörte, dass auch die Gesellschaften der kriegführenden Staaten bedingungslos in den Dienst des Krieges gestellt und so zur „Heimatfront“ wurden. Der Film ‚An der „Heimatfront“ – Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg‘ beleuchtet die Geschehnisse der Jahre 1914 bis 1918 explizit aus regionaler Perspektive und dem Blickwinkel der Zivilbevölkerung. Wie sah die Realität in Westfalen-Lippe im Zeichen von Not, Entbehrung, Krankheit, Trennung und Verlust aus?

In seiner gut 30-minütigen Dokumentation nimmt der Autor Markus Schröder das Leben an der westfälischen „Heimatfront“ in all seinen Facetten in den Blick: von Hurrapatriotismus und Spionagehysterie am Kriegsbeginn über den zunehmenden Arbeitseinsatz von Frauen und Kriegsgefangenen bis zu Versorgungsengpässen und Hungerrevolten gegen Kriegsende. Schröder verbindet historisches Bild- und Textmaterial mit den Aussagen von Zeitzeugen. Zahlreiche seltene Fotografien, Dokumente und Objekte berichten aus einer längst vergangenen, nahezu vergessenen Zeit.
Sechs Kapitel beleuchten die Aspekte Kriegsbeginn, Aktivierung der Heimatfront, Arbeitswelt, Versorgungslage, Verwundete, Kriegsversehrte und Tote sowie den langen Weg zum Kriegsende. Drei Protagonisten – die Schülerin Lise Beuge, die Mutter und Ehefrau eines Kreisamtsarztes Antonia Helming und der münsterische Stadtarchivar Eduard Schulte machen mit ihren biographischen Tagebuch- und Chronikaufzeichnungen die Archivalien und Fotografien aus der Region lebendig und lassen die Lebenswirklichkeit und Kriegserfahrungen der Menschen in Westfalen-Lippe unmittelbar nachvollziehen.

Den Begleitkatalog zur Ausstellung des LWL-Museumsamtes „An der ‚Heimatfront‘. Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg“ kann man beim LWL-Museumsamt bestellen.

Info:
An der „Heimatfront“
Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg
DVD, 2014 (D 168)
Filmkollage ca. 35 Minuten, s/w
14,90 EUR incl. 19 % USt  zzgl. 2,60 Euro Versandkosten
Art.Nr. D 168-500240

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