Vaterländische Volksunterhaltung für die Bürger in Halle/ Westf., November 1914

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Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wurden in Halle Volksunterhaltungsabende veranstaltet, die das Ziel hatten, „in würdiger vaterländischer Weise dem Gedanken der Zusammengehörigkeit aller Schichten Ausdruck zu verleihen und sich zugleich von trüben Gedanken abziehen […] zu lassen.“ Der erste Volksunterhaltungsabend fand am 15. November 1914 in Halle in Westfalen statt. Es wurden Kriegslieder und Kriegsgedichte vorgetragen sowie Vorträge gehalten, in denen an die „glorreichen Kämpfe unseres engeren Vaterlandes Preussen“ erinnert und zur Einigkeit aufgerufen wurde.

(Ralf Othengrafen, Kreisarchiv Gütersloh)

Signatur: Kreisarchiv Gütersloh, H LR 2 K – 007/14

Gefaltete Propaganda, 1914

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Ein Propagandafaltblatt aus dem Oktober 1914 – entfaltet und gefaltet (Abb. oben). Entfaltet zeigt es Profil-Karikaturen der seinerzeitigen vier Hauptkriegsgegner der Mittelmächte und stellt die Frage „Rätsel des Weltkrieges! Wer bleibt Sieger?“. Faltet man das Blatt an den markierten Stellen, ergibt sich eine Profil-Zeichnung Kaiser Wilhelms II.

Mit der Frage „Wer wird siegen?“ (Abb. unten) wurde der Betrachter zum Falten aufgefordert. Aus dem im wahrsten Sinne des Wortes zusammengefalteten Septett von Kriegsgegnern wurden „Wilhelm Zwo“ und der österreichische Kaiser Franz Joseph. Eine Variante lässt Wilhelm II. aus vier Feind-Porträts entstehen.

(Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld; Rolf-Dietrich Müller, Stadtarchiv Paderborn)

Signatur (der oberen beiden Abbildungen): Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 200,1/Familienpapiere, Nr. 123,1; Stadtarchiv Paderborn, S 1/3/2, S. 131

Signatur (der unteren beiden Abbildungen): Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 300,10/Sammlung Militärgeschichte, Nr. 361 (2 Varianten)

Mahnwort an den Altkreis Wiedenbrück, August 1914

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Zu Beginn des Krieges rief der Vorstand des Landwirtschaftlichen Kreisvereins Wiedenbrück die Landbevölkerung auf, die Schweinehaltung nicht einzuschränken oder gar aufzugeben. Es wird betont, dass genügend Futtermittel vorhanden seien und dass „gerade in Kriegszeiten […] die Einnahmen aus der Schweinezüchtung ein Not- und Rettungsanker“ sein werden.

(Ralf Othengrafen, Kreisarchiv Gütersloh)

Signatur: Kreisarchiv Gütersloh, A 02 / 1b – 2022

Bekanntmachung der Mobilmachung der Armee, 1. August 1914

HZSL Extrablatt 1.8.1914 Mobilmachung 72 dpi

Herforder Zeitung für Stadt und Land, 1.8.1914, Mobilmachung

Extra-Blatt
der
Herforder Zeitung für Stadt und Land
Herford, Sonnabend, den 1. Aug[ust] 1914
Bekanntmachung.
(Amtlich.)

Se[ine] Maj[estät] der Kaiser und König haben die
Mobilmachung der Armee befohlen
und den 2. August 1914 zum
ersten Mobilmachungstag
bestimmt.

Signatur: Kommunalarchiv Herford, Zeitungssammlung

Herforder Kreisblatt zur drohenden Kriegsgefahr, 31. Juli 1914

HK Extrablatt 31.08.1914 Zustand Kriegsgefahr 72 dpi

Herforder Kreisblatt, 31.07.1914, Setzung in den Zustand der drohenden Kriegsgefahr

Extra-Blatt
zum Herforder Kreisblatt
Freitag, den 31. Juli 1914, nachmittags.

Berlin, 31. Juli. Aus Petersburg ist heute
die Nachricht von der deutschen Botschaft eingetroffen,
daß die allgemeine Mobilmachung der russischen
Armee und Flotte befohlen ist. – Darauf
hat Se[ine] Majestät der deutsche Kaiser den
Zustand der drohenden Kriegsgefahr befohlen. Der Kaiser
wird heute Nachmittag nach Berlin übersiedeln.

Signatur: Kommunalarchiv Herford, Zeitungssammlung