August Tappe im Ersten Weltkrieg. Wie Militär und Kriege eine Schwarzenmoorer Familie erschütterten

Tappe Militärpass 1

Militärpass von August Tappe

Militärpaß
des
Gefreiten d[er] R[eserve] (gestrichen: Grenadiers)
Heinrich
August Tappe
5. Garde-Regiment zu Fuß
6. Kompagnie
Jahresklasse: 1910

16.12.1918 Reservist August Tappe wurde infolge Mobil-
machung am 6.8.1914 bei nebenstehendem Truppenteil
eingestellt und gehörte der Komp[anie] bis 16.12.1918 an.
Gemäß Demobilmachungsbestimmungen am 16.12.
1918 nach Schwarzenmoor Kreis Herford entlassen.

Beförderungen: Am 27.1.1915 zum überz[ähligen] Gefreiten ernannt
Am 21.2.1915 zum et[at]mä[ßigen] Gefreiten ernannt.

Auszeichnungen: Am 31.3.1917 E[isernes] K[reuz] II. Kl[asse]

[Darunter gedruckte und handschriftliche Liste der mitgemachten Gefechte.]

Tappe Militärpass 7

Militärpass von August Tappe, Titel und Liste der Schlachten

Tappe Militärpass 7a

Militärpass von August Tappe, Titel und Liste der Schlachten

„Die Aussichten über den Ausgang des Krieges sind doch schlecht augenblicklich wohl schlechter, wie während des ganzen Krieges. Nun mag das Ende dieses Krieges doch nicht mehr allzufern sein. Wo Bulgarien nun abgefallen ist, muß die Türkei doch auch Schluß machen. Österreich macht auch gleich mit und dann ist Deutschland gezwungen, wenn es nicht alle Männer opfern will, das es auch Frieden macht.“

So hellsichtig schrieb August Tappe aus Schwarzenmoor bei Herford am 3. Oktober 1918 „aus dem Felde“. Er hatte zu diesem Zeitpunkt schon über vier Jahre Krieg er- und überlebt. Sein Feldpostbrief an die Familie wird am Ende noch drastischer: „Wir dachten jetzt mal ein par Tage in Ruhe zu kommen, aber da ist jetzt keine Zeit mehr zu. Die Truppen werden alle gebraucht. Überall greift der Feind an, es ist traurig das die Zeitungen in Deutschland so viel Blödsinn schreiben. Hätten sie sich beizeiten gemäßigt dann könnten wir schon längst Frieden haben. Aber das ist Schuld der Alldeutschen und des Junkertums.“

Auch ein „einfacher“ Soldat aus Herford, weit weg von der Heimat konnte also genaue Beurteilungen über Kriegspropaganda und –schuld abgeben. Die meisten Feldpostkarten und –briefe sind weit harmloser, meist berichten die Soldaten nur über erhaltene Pakete, Truppenverlegungen und Lazarettaufenthalte, die wahren Kriegserlebnisse bleiben außen vor. Standard sind Formulierungen wie „Mir geht es noch gut.“

August Tappe, geboren 1890 in Schwarzenmoor und dort auch 1974 verstorben, war in dritter Generation Schuhmacher und betrieb nebenbei etwas Landwirtschaft auf seinem kleinen Hof in der Nähe der Vlothoer Straße.

Er war ein stattlicher Mann, 173 Zentimeter groß, und kam daher nach seiner Musterung auf Stiftberg zum 5. Garderegiment zu Fuß nach Berlin-Spandau. Dort leistete er vom 11. Oktober 1910 bis 23. September 1912 seine Militärausbildung und musste er kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs wieder erscheinen. Ab 6. August 1914 war er im Krieg und wurde am 16. Dezember 1918 wieder nach hause entlassen.

Sein überlieferter Militärpass beschreibt, was er miterlebte. Er war unter anderem im August 1914 bei der Einnahme von Namur (Belgien) dabei, Anfang September war er in der Schlacht an der Alle (auf dem Weg nach Russland), bei Gefechten bei Jendrzewo, Kielce, Opatow, im Oktober bei der Schlacht bei Iwangorod, im November /Dezember bei der Schlacht um Lodz, im Februar 1915 bei der Winterschlacht in Masuren und im September 1915 in der Schlacht bei Wilna.

Im Oktober 1915 ging es zurück nach Frankreich. Bis Juni 1916 war er in Stellungskämpfen in Flandern und im Artois und von Juli bis September 1916 bei der Schlacht an der Somme. Es folgten Stellungskämpfe dort bis März 1917, dann die Schlacht bei Arras, Stellungskämpfe im Artois und das Gefecht bei Lens. Im September/Oktober 1917 war er in der Schlacht in Flandern, es folgten die Kämpfe in der „Siegfriedstellung“ bis März 1918, dann die „Große Schlacht“ in Frankreich bis zum April 1918. Einer kurze Ruhepause hinter der Front im Mai 1918 folgten weitere Schlachten bei Noyon, Stellungskämpfe in Lothringen, bei Soissons und Reims, dann die Marneschlacht im August/September 1918 und weitere Kämpfe vor der Siegfriedstellung. Seine Soldatenzeit endete mit Rückzugskämpfen, der Räumung der besetzten Gebiete und der Rückkehr nach Spandau.

Er blieb „nur“ Gefreiter, also einfacher Soldat, hatte keine Verletzungen erlitten und bekam am 31. März 1917 das Eiserne Kreuz II. Klasse. Bilder zeigen ihn mit Schuhmacherwerkzeug auch im Krieg. Am 10. Dezember 1934 erhielt er das von Adolf Hitler eingeführte „Ehrenkreuz für Frontkämpfer“.

Den hellsichtigen Feldpostbrief schrieb er am 3. Oktober 1918 während der Stellungskämpfe an der Vesle. Seine Briefe und Feldpostkarten bekamen sein Vater Schuhmachermeister Ernst Tappe, seine Schwester Paula und seine Verlobte Marie Müller am Altensennerweg: „Liebe Marie, Bin eben in der neuen Heimat angekommen und habe soeben ein Brieflein von Dir erhalten, wofür ich herzlich danke. Habe in den letzten tagen nicht schreiben können. Grund im Brief. Geht mir aber noch sehr gut. Morgen mehr. Mit Herzlichem Gruß August,“ lautet der Text auf einer Karte aus Cambrai vom 30. April 1918.

Sein Sohn hütet den Wehrpass, die Orden und die Briefe noch heute wie einen Schatz, die Erinnerung an den Vater ist sehr lebendig und geht ihm heute noch nahe, was auch mit der weiteren Familiengeschichte zusammenhängt. Denn von drei Söhnen, die August Tappe mit seiner Marie nach dem Ersten Weltkrieg bekam, lebt nur noch er.

Sohn Friedrich Tappe fiel im Zweiten Weltkrieg am 10. November 1943 in Russland, Sohn Wilhelm Tappe starb früh 1971 an Nachwirkungen seiner Verletzungen im Krieg. Auch August Tappe sollte noch mal in den zweiten Weltkrieg. Die Jahrgänge bis 1889 zurück wurden 1943 gemustert. Am 5. November, also wenige Tage, bevor sein Sohn in Russland das Leben verlor, wurde auch August Tappe als „kriegsverwendungsfähig“ für den „Landsturm 1 A“ eingestuft. In den aktiven Einsatz kam er nicht mehr. Auch sein jüngster Sohn, mit Geburtsjahr 1928 eigentlich noch ein „wehrfähiger“ Jahrgang, blieb verschont.

Eigentlich eine ganz normale Familie, die aber durch die Weltenbrände im 20. Jahrhundert tief erschüttert und geprägt wurde.

(Christoph Laue, Stadtarchiv Herford)

Tappe Feldpostbrief 1918 1

Feldpost
An Herrn Ernst Tappe
Schuhmachermeister
Schwarzenmoor Nr. 105
Post Herford Westfalen

[1]
Im Felde, den 3.10.18

Lieber Vater!

Endlich kann ich Euch auch wieder
ein Brieflein schreiben und ich
hoffe, das es Euch bei bestem
Wohlsein antrifft. Auch mir geht es
noch gut. Haben nun einige Tage
wieder gutes Wetter. Nun zur
Antwort auf Euren Brief. Wie ich schon
im Kartenbrief schrieb: Könt Ihr die
Sache mit dem Gelde ruhen lassen. Doch
wenn Ihr Friedrich noch nichts davon gesagt
habt, denn man weiß noch nicht, wie
noch alles kommen mag: Die Aussichten über den
Ausgang des Krieges sind doch schlecht
augenblicklich wohl schlechter, wie während
des ganzen Krieges. Nun mag das Ende
dieses Krieges doch nicht mehr alzufern sein

[2]
wo Bulgarien nun abgefallen ist, muß
die Türkei doch auch Schluß machen. Öster-
reich macht auch gleich mit und dann ist
Deutschland gezwungen, wenn es nicht
alle Männer opfern will, das es auch Frie-
den macht. Was uns da für Bedingun-
gen aufgelegt werden, das lässt sich noch
nicht ersehen. Aber jeden fals werden wir
mit dem Maß gemessen, wo unsere
Staatsmänner mit messen wollten.
Aber es ist alles gleich, wenn nur dies
Elend aufhört, dann wollen wir zu-
frieden sein. Das Junkertum wird dan
schon von selbst gestürzt werden.
Bei Euch geht die Arbeit ja immer
so mit der Zeit weiter, es freut
mich, das Ihr alles noch so schaffen könnt.
Na nun wird Paula ja auch wieder alle
Hände voll zu tun haben. Kommt Ihr
denn auch wohl aus mit den 63. ltrn. pro

[3]
Morgen? Na wir verzichten hier schon
freiwillig auf Kartoffeln, da wir
doch keine kriegen!!! Oder erst wenn
die verfroren sind. Ich verstehe nur
nicht das Ida jetzt sein Haus verkaufen
will. Wenn ich dort währe und hätte
mir diese Jahre schon etwas verdienen
können würde ich es tatsächlich kaufen
denn das ist nun noch das einzige, wo das
Geld sicher steht, was soll man sonst mit den
alten Papierlappen. Ich verstehe nicht
das Ihr Euch noch so in Sicherheit fühlt
in Deutschland. Nun hoffentlich erfüllen
sich die Geschicke schneller wie der Verkauf.
Allerdings nach dem Kriege kriegt sie ja
nicht den hohen Preis wie jetzt, aber Ihr
Geld steht so doch sicher. Sie muß es
aber ja wissen. Nun ist es schon
wieder Oktober, wie die Zeit doch

[4]
hingeht. Wir dachten jetzt mal ein
par Tage in Ruhe zu kommen, aber
da ist jetzt keine Zeit mehr zu. Die
Truppen werden alle gebraucht. Überall
greift der Feind an, es ist traurig
das die Zeitungen in Deutschland
so viele Blödsinn schreiben, hätten
sie sich beizeiten gemäßigt dann könn-
ten wir schon längst Frieden haben.
Aber das ist Schuld der Alldeutschen und
des Junkertums. Für uns wird es auch
immer schlechter als Handwerker in der
Companie, es kann bald die Zeit kommen
wo wir auch in der Front sind. Nun
will ich schließen. Mit den herzlichsten
Grüßen auch an Paula bleibe ich

Euer August

Schreibt bald wieder
Paket Nr. 2 erhalten, besten Dank

Tappe Feldpostbrief 1918 2

Feldpostbrief von August Tappe vom 3. Oktober 1918

Tappe August und Marie

Foto August und Marie Müller, später Tappe

Tappe August Tappe 1914 18 5

August Tappe als Schuster im Krieg, 18. Mai 1914

Signatur: Kommunalarchiv Herford, Stadtarchiv Herford, Slg. E 453

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Kriegsalltag in einer Einrichtung der Fürsorgeerziehung 1914

Rettungshaus Schildesche,Kriegschronik Bellingrodt, 1914 - Johanneswerk

Das 1852 in Schildesche bei Bielefeld gegründete „Rettungshaus Schildesche“ war eine evangelische Fürsorgeerziehungsanstalt, in der 1914 etwa 200 Kinder und Jugendliche lebten. Seit 1875 führte der jeweilige Anstaltsleiter eine Chronik, in der über die wesentlichen Ereignisse des Jahres berichtet wurde. Die Eintragungen des Jahres 1914 stammen aus der Feder von Pastor Paul Bellingrodt (1875-1951), der die Anstalt von 1912 bis 1923 leitete.

Pastor Paul Bellingrodt kam 1909 als stellvertretender Leiter in das Rettungshaus Schildesche. Da zum Rettungshaus auch eine Präparandenanstalt gehörte, in der Jungen mit Volksschulabschluss auf den Besuch des Lehrerseminars vorbereitet wurden, verpflichtete er sich, innerhalb von zwei Jahren die Rektorprüfung abzulegen, um dann die Leitung von Rettungshaus und Präparande übernehmen zu können. 1912 wurde er zum Leiter der gesamten Anstalt berufen. 1924 verließ er das Rettungshaus und wurde Direktor des „Evangelisch-kirchlichen Erziehungsvereins der Provinz Westfalen“ sowie Leiter der Ev. Jugendhilfe Schweicheln.

Den transkribierten Text schrieb er rückblickend am 11. November 1914. In den ersten Sätzen klingen die weit verbreitete nationale Begeisterung bei Ausbruch des Krieges und der Siegesrausch der ersten Kriegswochen an. Wie viele Deutsche war Paul Bellingrodt davon überzeugt, dass das Deutsche Reich einen legitimen Verteidigungskampf „gegen eine Welt von Feinden“ führte. Er stand damit im Einklang z.B. mit den deutschen Hochschullehrern, die im Oktober 1914 nahezu geschlossen in einer gemeinsamen Erklärung den Ersten Weltkrieg als „Kampf für Deutschlands Freiheit“ und „für die ganze Kultur Europas“ rechtfertigten. Für den Theologen Bellingrodt folgte daraus scheinbar selbstverständlich, dass die deutschen Siege eine Gabe Gottes waren.

Im Herbst 1914 war jedoch der schnelle Vormarsch der deutschen Truppen an mehreren Frontetappen bereits vorbei und der verlustreiche Stellungskrieg begann. So waren am 10. November 1914 – einen Tag vor Bellingrodts Chronikeintragung – über 2.000 junge Soldaten getötet worden, die versucht hatten, eine Hügelkette nahe der belgischen Ortschaft Langemarck zu erobern. Die meisten von ihnen waren Reservisten und Kriegsfreiwillige gewesen. Pastor Bellingrodts Ahnung, dass auch viele ehemalige Zöglinge vielleicht bereits „den Heldentod erlitten“ hatten, hatte also durchaus reale Hintergründe. Einen Schwerpunkt in Bellingrodts kleiner Jahreschronik bilden die Schilderungen christlich geprägter Rituale, mit denen im Rettungshaus der Kriegsverlauf begleitet wurde. Siege wurden umgehend gefeiert, Tote gemeinsam betrauert und in der „Kriegsbetstunde“ die Gemeinschaft mit den kämpfenden Soldaten betont. Als einzige direkte Auswirkung des Krieges auf den Alltag im Rettungshaus Schildesche nennt Pastor Bellingrodt den verkürzten Schulunterricht. Ein im Juli 1914 begonnener Neubau konnte fortgesetzt werden.

(Bärbel Thau, Archiv des Ev. Johanneswerks Bielefeld)

Transkription:

„Der Weltkrieg 1914
Am Nachmittag des 1. August 1914 erging durch alle deutschen Lande die Mobilmachungsorder unseres Kaisers, der sein Volk notgedrungen zu den Waffen rief wider eine Welt von Feinden. Wie dieser Ruf überall ein begeistertes Echo und ein wie nie geeintes Volk fand, wie dann die ersten Kriegswochen im Westen und Osten den alten Ruhm der deutschen Waffen erneuerten und Gott uns einen Sieg um den anderen gab, das steht in den Blättern der Weltgeschichte verzeichnet. Hier soll darum nur vermeldet werden, inwiefern die kriegerischen Ereignisse in unser Anstaltsleben eingriffen. 4 unserer Angestellten mussten alsbald in den Dienst des Vaterlandes treten, nämlich 2 Lehrer und 2 Brüder. (…) Wie viele unserer alten Zöglinge mögen im Felde stehen, wie viele schon den Heldentod fürs Vaterland erlitten haben! Gott weiß es. Nur von wenigen haben wir Kunde.

Unsere beiden Brüder sind, soviel wir wissen, noch unverletzt, obwohl sie schon oft in Lebensgefahr schwebten. Lehrer Böckstiegel erhielt in der Nähe von St. Quentin Ende August einen Fleischschuss in den Unterschenkel und durfte sich eine Zeit lang in seinem Elternhause erholen; er wird wohl bald zur Front zurückkehren können. (…)
Der Anstaltsbetrieb wurde unter Verkürzung des Stundenplanes aufrechterhalten, da sowohl der Anstaltsleiter wie auch der Hausvater und der verheiratete Bruder auf Antrag für unabkömmlich erklärt wurden.

Welchen Jubel jede Siegesnachricht in der Anstalt hervorrief, braucht kaum gesagt zu werden. Manchmal rief die Glocke zu ungewöhnlicher Zeit die Anstaltsgemeinde zusammen, dass sie ein eben eingelaufenes Siegestelegramm vernehme und Gott dafür die Ehre gebe. Wie begeistert und kräftig erklang dann jedes Mal die „Wacht am Rhein“ und „Nun danket alle Gott“. Aber auch Trauerkunden wurden bekannt gegeben, so in der Morgenandacht des 10. November 1914 die schmerzliche Nachricht, dass ein Sohn des früheren Anstaltsleiters, der Landesbauinspektor Walter Mangelsdorf, vor Verdun am 7.11.1914 den Heldentod erlitten habe, nachdem er wenige Wochen zuvor mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet war. Dem Gefallenen ist auch die Anstalt zu besonderem Dank verpflichtet, denn sowohl der Umbau unseres Mädchenhauses im Jahre 1908 wie auch das neue Pfarrhaus sind sein Werk.

Jeden Mittwoch- und Samstagabend versammelt sich die Anstalt zu einer Kriegsbetstunde; da werden die Kriegsereignisse ins Licht des Wortes Gottes gerückt, die Kriegslage auseinander gesetzt, Briefe aus dem Felde verlesen und zum Schluss wird im Gebet des Vaterlandes und des Kaisers gedacht, und insbesondere auch unserer Freunde im Feld. Für sie ist jedes Mal die Kollekte bestimmt, aus deren Erträgen ihnen Liebesgaben übersandt werden. Mancher Dankesgruß hat uns schon bewiesen, wie viel Freude wir damit machen.

Trotz der kriegerischen Zeiten ist unser Neubau rüstig fortgeschritten, sodass er Ende Oktober 1914 gerichtet werden konnte.“

Signatur: Archiv des Ev. Johanneswerks, Re/Schild – 5

„Bethels Kriegsdienst“, Bote von Bethel Nr. 79 (1914)

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„Bethels Kriegsdienst“. Auszug aus dem „Boten von Bethel“, Herbst 1914.

Das Mitteilungsblatt „Bote von Bethel“ informierte vierteljährlich die Öffentlichkeit und vor allem die Spender über Bethel. Der Autor dieser Ausgabe ist ein Mitarbeiter Bethels, der Name ist jedoch unbekannt. Der erste Artikel nimmt Bezug auf das Mobilmachungsplakat. Im Text wird die Kriegsbegeisterung deutlich. Genau formuliert werden die Erwartungen, die an die Menschen mit und ohne Behinderung gerichtet werden.

Signatur: Hauptarchiv der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Bote von Bethel Nr. 79, 1914

Offizierskorps des 2. Bataillons des IR 55, Bielefeld, 10. August 1914

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Das Offizierskorps des Infanterie-Regiments IR 55 stellte sich am Bahnsteig dem Fotografen Ernst Lohöfener, der einer der wichtigsten Fotografen jener Zeit in Bielefeld war (Foto: Ernst Lohöfener, Bielefeld).

(Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld)

Signatur: Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,3/Fotosammlung, Nr. 93-5-69

Verabschiedung des 2. Bataillons des IR 55 am Hauptbahnhof, Bielefeld, 10. August 1914

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Das 2. Bataillon des Infanterie-Regiments IR 55 wurde am Hauptbahnhof Bielefeld von Oberbürgermeister Dr. Rudolf Stapenhorst verabschiedet. Etwa 650 Soldaten bestiegen die Züge Richtung Westen (Foto: Ernst Lohöfener, Bielefeld).

(Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld)

Signatur: Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,3/Fotosammlung, Nr. 93-5-62

IR 55 auf dem Jahnplatz, Bielefeld, 10. August 1914

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Von der Kaserne aus marschierte das 2. Bataillon des Infanterie-Regiments IR 55 über den Jahnplatz zum Hauptbahnhof Bielefeld. Eine vielköpfige Menge begleitete das Ausrücken dieser Garnisonseinheit (Foto: unbekannt).

(Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld)

Signatur: Stadtarchiv Bielefeld, Bestand 400,3/Fotosammlung, Nr. 93-5-79