Tagebuch Hermann Bornemann, 6.8.1914

Spork bei Detmold, den 6. August 1914
Unsere Pferde stehen zum größten Teil auf dem Gut Johannettental. 4 ½ bis 5 ½ ist Stalldienst. 6 ½ alles beim Wagenpark auf dem sogenannten Kuhkamp, einer großen Wiese. Die Pferde, 139 St[ü]ck werden mitgebracht und die Gespanne eingeteilt. Es ist recht warm. Um 11 Uhr ärztliche Impfung. 12 Uhr Appell. Dann  durchgehend Dienst bis 6 ½ Uhr, Anzüge und Geschirre verpassen, Wagenausrüstungen empfangen u.s.f. Als Trompeter hatten wir einen Mann, Trf. [?] Langemann, welcher wohl blasen, aber nicht reiten konnte, und einen Unt[ero]ff[i]z[ier] Schemmel, welcher wohl reiten, aber nicht blasen konnte. Da ich als Trompeter ausgebildet war, bat mich letzterer, doch den Dienst als Trompeter anzunehmen. Dies tat ich denn auch und meldeten wir uns beim K[omman]d[eu]r, welcher auch einverstanden war. Collete Requardt und Schwarze sind auch mit in der Kol[onne]. Um 8 Uhr war ich im Quartier. Herr Homann ist nach Münster kommandiert und bin ich nun allein bei den Leuten, werde liebevoll aufgenommen.

Quelle: Tagebuch von Hermann Bornemann (Herford). Privatbesitz. Leihgabe an das Gemeindearchiv Herzebrock-Clarholz.

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